David Sohl

 

Geboren am 01. September 1985 in Heidelberg.

Lebt und arbeitet in Deutschland.

 

 

Vita

 

Durch sein familiäres Umfeld ist der in Heidelberg geborene David Sohl von klein auf mit Kunst in Berührung gekommen. Trotz des immensen Renommees seines Großvaters,  blieb er nicht in einer passiven Rolle sondern setzte den Grundstein für die neue Generation künstlerischen Schaffens der Familie Sohl.  Malerei erlernte dabei er wie eine zweite Muttersprache: Bereits im Alter von fünf Jahren experimentierte er mit verschiedenen Medien und ließ früh sein Talent erkennen. Es verwundert also nicht, dass David Sohl von sich behauptet, nur die Kunst im Sinn zu haben. Genau diese Einstellung verschaffte ihn auch während seiner militärischen Laufbahn – 8 Jahre lang diente er bei der Deutschen Bundeswehr – einen Namen als patenten Künstler. Mit der damals in Heidelberg stationierten US Army Garisson Baden- Württemberg arbeitete er auch auf künstlerischen Metier eng zusammen und wurde mehrfach im US Army Arts an Craft Worldwide Contest für seine Kunst ausgezeichnet. 

  

Das Frühoeuvre David Sohls zeichnet sich durch eine starke experimentelle Phase aus. Von expressionistisch- abstrakt bis hin zu figürlicher Malerei, von raumdurchbrechenden Akzentuierungen eines Lucio Fontanas zu einem pastosen Farbauftrag, der an das Spätwerk des Claude Monets erinnert, beweisen all diese Züge die fundierte kunsthistorische Kenntnis des Künstlers, die ihm letztlich einen Studienplatz an der namhaften Academia Lorenzo de Medici in Florenz einbrachte. Die dort durchlebte Phase hat sein Schaffen stark geprägt und auf eine neue qualitative Ebene gehoben. Die italienischen Lehrjahre haben ihn expressiver werden lassen, Farbnuancen und -variationen scheinen fortan im Fokus des Interesses des Künstlers zu stehen. Im Schaffen stehen nun weniger die figürliche Malerei sondern vielmehr monochrome Farbstudien. Unterstützt durch die Monotypie, führt ihn sein abstrakter Expressionismus zu einer Farbfeldmalerei, die stark an Marc Rothko oder Barnett Newman erinnert. Über dieses Verfahren, bei welchem nicht direkt auf Leinwand oder Papier sondern auf einem indirekten Trägermedium gezeichnet oder gemalt wird und dann spiegelverkehrt auf den Bildträger übertragen wird, sagt Sohl selbst, dass es einem Künstler am meisten entspräche: Diese Methode spiegele die Spontaneität des Schaffens am Direktesten und das Resultat sei am Ende ein nicht kopierbares Unikat. 

 

Weitere Techniken, die Sohl in Italien aufgreift, sind neben der Aquatinta- ein Tiefdruckverfahren, das Mittels Ätzung feinste Farbverläufe erlaubt-die Enkaustik, bei welcher Farbpigmente in Wachs gebunden werden. Diese fast 3000 alte Technik verstärkt nicht nur die Leuchtkraft der Farben, auch ermöglicht sie auf formaler Ebene das Entstehen amorpher Gebilde. Die dadurch evozierten freien Farbwechsel,  eignen sich wiederum besonders um die Vibration von Lichtreflektionen in Wasser wiederzugeben. Sohls Kreationen in Blau rufen daher unmittelbare Assoziationen hervor und bilden damit eine Brücke von der Abstraktion in eine Neuinterpretation der figürlichen Malerei. Ähnlich verarbeitet er den abstrakten Expressionismus eines Rothkos mit der Thematik Nebel und verleiht seinen Bildern durch eine Namensgebung einen konkreten Bezug

 

Sohl drückt sein Kunstschaffen nicht nur malerisch sondern auch in Skulpturen aus, die wie in der Malerei, ob figürlicher Torso oder abstrahierte Formen auch eine metaphorische Ebene in sich tragen. Dennoch müssen Sohls Werke stets direkt und intuitiv sein. Kunst ist für ihn unmittelbar und  gehört wie atmen, essen, trinken und schlafen zu den essentiellen Lebensfunktionen. Es verwundert also nicht, dass er in einem fast picassoesken Schaffensfieber  in der Lage ist, an einem Tag gleich mehrere Bilder zu erwirken, die dennoch nie an Qualität verlieren. 

 

 

Auszeichnungen

 

 

Kunstpreis der U.S. Army World Wide, 1. und 3. Platz.